Montag, 10. August 2020

Kein hitzefrei

Die Nacht war unerträglich heiß, dazu noch lästige Mücken. Da war man froh, dass man aufstehen konnte. Aber aus einem frühen Frühstück wurde erstmal nichts, da die Brötchen verspätet geliefert worden sind.

Nun egal, so gegen 9.00 Uhr konnten wir endlich starten. Es gab heute viele schöne Wege direkt am Main, aber auch einiges zu gucken. So haben wir eine kurze Pause in Haßfurt und in Schweinfurt eingelegt. Auch eine Badestelle gab es wieder am Fluss zum abkühlen.

Als wir nach 48 km radeln an unserem heutigen Ziel in Waigolshausen ( kennt kein Schwein) ankamen, gab es eine freudige Überraschung: Wir haben ein eigenes kleines Haus in ruhiger Lage und können noch gemütlich chillen und grillen.

Unsere besonderen Grüße gehen heute vom Main an die Elbe nach Dresden. Danke Grit, dass du heute unsere Patin warst.





Sonntag, 9. August 2020

Wein und Bier, das rat' ich dir

Heute haben wir nach 52 km Zeil am Main erreicht. Diese Stadt soll die Grenze zwischen fränkischem Bier und Wein bilden. Deshalb kommt heute jeder von uns auf seine Kosten, und Birgit freut' s, dass wir die Weingegend ab morgen durchqueren.

35 Grad verlangten heute nach Abkühlung, da kam Wasser von innen und außen gerade recht. Nun heißt es kurz erholen, denn Zeil will besichtigt werden. Mittelalterflair, Hexenturm und andere schöne Dinge warten auf uns. Wir werden berichten.

Vielen Dank Kerstin und Robert, dass ihr heute unsere Paten wart. Wir haben (fast) alles gegeben bei der Hitze. Morgen möchte Grit aus Dresden gern Pate sein.




Nachtrag Zeil

Wir haben eine hübsche alte Fachwerkstadt gesehen, allerdings bei 35 Grad. Hier ein paar Impressionen





Samstag, 8. August 2020

Zu Gast bei Frau Merkel

Wenn heute nicht 35 Grad im Schatten gewesen wären, hätten wir eine perfekte Tour gehabt. 

Zunächst sind wir am Zusammenfluss vom roten und weißen Main vorbei gekommen. Später lagen das Kloster Banz, die Vierzehnheiligen Basilika und die Korbstadt Lichtenfels auf unserem Weg. Zur Abkühlung konnten wir in den Main springen, bevor es dann sehr anstrengend durch die Hitze wurde. Heute ist kein Tropfen Wasser mehr in den Flaschen geblieben, als wir bei Frau Merkel ankamen. Glücklicherweise betreibt die gute Frau nicht nur eine Pension, sondern auch einen Spar-Markt. So waren alle Getränkesorgen schnell vergessen.

Unser Dank gilt heute den Paten Ulf und Andrea, die wir gedanklich mit auf diese 66 km lange Durststrecke genommen haben.






Freitag, 7. August 2020

Wasserscheide

Heute ist Tag des Bieres, aber bevor wir in den Genuss eines kühlen Blonden kommen, mussten wir noch 42 km über die Wasserscheide in die Bierstadt Kulmbach radeln und das bei heißen Temperaturen. Aber keine Angst, wir haben uns zwischendurch abgekühlt im Schwimmbad und im Kneippbecken. Nur die Bremsen sind heute heiß gelaufen bei Bergabfahrten zum Teil über Schotterwege.

Wir sind sicher angekommen in der hübschen Stadt Kulmbach. Hier schmeckt das Bier einfach köstlich.

Danke Annette und Martin, dass ihr heute unsere Paten wart. Mehr Kilometer sind es heute leider nicht geworden, da wir hier eine nette Übernachtung bei lieben Menschen gefunden haben. Für die nächsten beiden Tage haben sich auch schon Paten gefunden. Wir sind stolz auf euch.






Donnerstag, 6. August 2020

Von der Mulde an die Saale

Heute stand als erstes eine Zugfahrt an. Damit haben wir den Sprung von der Mulde an die Saale geschafft. Man könnte das schummeln nennen. Wir nennen es weiterfahren. Die 34 km, die wir von Hof nach Zell im Fichtelgebirge geradelt sind, hatten es in sich. Steigungen und Abfahrten wie man sie sich im Gebirge vorstellt.
Aber wir wurden wieder einmal belohnt, einmal mit schönen Ausblicken bei tollem Wetter und zum anderen mit der Saalequelle. Hier wollten wir schon immer mal hin. Und jetzt belohnen wir uns noch mit bayrischer Hausmannskost und einem kühlen Getränk.
Danke Marko und Claudia, dass ihr heute unsere Paten wart. Wir haben euch in Gedanken mit an die Saalequelle genommen.






Und hier noch ein kurzes Resümee zum Mulderadweg: Ein ganz toller Radweg, super ausgeschildert, meistens asphaltiert, viel Natur und jede Menge Schlösser am Wegesrand. Können wir also nur empfehlen!
Bei unserer Spendenaktion für das Oli haben wir die 100,- €-Grenze überschritten. Vielen Dank an alle Spender! Über weitere Spenden (10 € plus 10 Cent für jeden gefahrenen Kilometer) würden wir uns sehr freuen. Macht mit Leute!

Mittwoch, 5. August 2020

Wer war Bernd Rosemeyer?

Heute sind wir nur 19 km bis Zwickau geradelt (wäre billig für den Paten geworden, hatten aber leider keinen 😢).
Die Zeit, die wir nicht mit Sport verbracht haben, ist aber sinnvoll für Kultur und Allgemeinwissen verwendet worden.
Nachdem uns die Kollegen aus dem ARC Zwickau bei der Zimmersuche geholfen haben, sind wir ins Horch-Museum gegangen, was wir nicht bereut haben. Es gab viele alte und neue Autos zu bestaunen und eine Menge interessanter Informationen für uns.
Hier die Auflösung der Titelfrage: Bernd Rosemeyer war ein Rennfahrer in den 30er Jahren, der als erster 400 km schnell gefahren ist. Leider kam er bei einem weiteren Rekordversuch ums Leben.
Morgen verlassen wir die Mulde und radeln an der Saale weiter. Vielleicht gibt's ja wieder einen Paten?





Dienstag, 4. August 2020

This is not Amerika

Und es ist doch Amerika, für das wir heute sogar einen kleinen Umweg gefahren sind, aber natürlich in Sachsen.

 


Die 62 km bis Glauchau haben uns und unserer Gangschaltung heute alles abverlangt. Es waren Steigungen dabei, wo wir schieben mussten, aber auch tolle Abfahrten. Wer nach unten rasen möchte, muss eben erstmal potentielle Energie aufbauen.
Unterwegs haben wir wieder schöne Schlösser wie das in Rochlitz gesehen, eine wunderbare Bogenbrücke von 1872 durchfahren, den Prinzen Lieschen in Lunzenau kennen gelernt und sächsische Eierschecke gegessen. Dieser Energieschub war heute auch nötig, damit wir noch Kraft haben für die Besichtigung von Glauchau.
Danke Jenny und Konsti für eure Unterstützung am heutigen Tag mit eurer Patenschaft. 







Montag, 3. August 2020

Schön, schöner, Mulderadweg

Was wir heute erlebt und gesehen haben, reicht für 14 Tage Urlaub: Tiere, Schlösser und Burgen, schöne Auenlandschaft und einen phantastischen Radweg. Doch der Reihe nach.
Start war in Bad Düben und schon nach kurzer Zeit waren wir an der Fähre Gruna. Weiter ging es über Wurzen, Ringelnatz Geburtsstadt, nach Grimma, einer erstaunlich gut restaurierten Stadt. Unterwegs gab's Schlösser zu sehen, den Zusammenfluss der Zwickauer und Freiberger Mulde sowie Störche und Strauße.
Das Highlight war das Schloß Colditz am Ende unserer 81 km Reise. Hier haben wir gespürt, was uns ab morgen erwarten wird: Berge.
Zu unserer Motivation haben wir unterwegs einen 85! jährigen Radfahrer ohne E-Bike kennen gelernt, der diese Touren ohne zu stöhnen fährt. Hut ab! Das macht uns Mut.
Danke ihr Istanbuler, dass ihr heute unsere Paten wart.






 

Sonntag, 2. August 2020

Das bisschen Regen

Als wir heute früh vom Elbe- auf den Mulderadweg fuhren, fing es leider an zu regnen. Das hieß, volle Montur anlegen, Augen zu und durch. Die Augen wirklich zuzumachen wäre schade gewesen, denn die Landschaft ist hier einmalig schön. Auch die guten Radwege entschädigten für das Sauwetter. Wir kamen am Muldestausee vorbei, machten Rast am Roten Turm in Pouch und bewunderten die herrliche Gegend, obwohl wir klatschnass waren. Da nutzte auch die beste Fahrradbekleidung nichts.
Zu allem Unglück hatte Gunnars Vorderrad 2 km vor dem Ziel in Bad Düben auch noch eine Panne. Wer sein Rad liebt, der schiebt.
Unsere Tour war inklusive Schieben 62 km lang.
Danke Kerstin und Olaf, dass ihr heute unsere Paten wart. Da sind wir gern einen kleinen Umweg gefahren.





Samstag, 1. August 2020

Reise in 80 Tagen...

nein, nicht um die Welt wie bei Jules Verne, sondern an Flüssen in Deutschland. Am ersten Tag haben wir schon viel gesehen, während wir auf dem Elberadweg 76 km bis Dessau unterwegs waren. Wir haben einen Fuchs und ein Reh aufgescheucht, das Barockschloss Dornburg besichtigt, die Elbe überquert und gebadet.
So viele Erlebnisse waren es schon bis hierher, und es geht noch weiter, denn gleich werden wir von einem Insider zu einer Stadtführung nach Dessau abgeholt. Natürlich mit dem Fahrrad 🚵.
Danke Perry, dass du heute unser Pate warst.







Freitag, 31. Juli 2020

Startklar

Die Sachen sind gepackt und am Fahrrad verstaut. Noch einmal schlafen und es geht los. Wir sind schon ganz schön aufgeregt. Werden wir immer eine Bleibe finden? Haben wir an alles gedacht? Das sind Fragen, die uns gerade beschäftigen. 
Auf alle Fälle meint Petrus es gut mit uns, und wir starten morgen nach Dessau im Sonnenschein.
Drückt uns die Daumen, dass es so weiter geht und wenn nicht, unterstützt uns mit aufmunternden Worten. Morgen folgt der erste Reisebericht.


Sonntag, 26. Juli 2020

Der Countdown läuft

Jetzt steht es fest: Wir starten am 1. August mit der Tour durch Deutschland. Am ersten Tag radeln wir an der Elbe bis Dessau. Dort haben wir unsere Übernachtung schon gebucht. Der Stress der letzten Wochen wird dann hinter uns liegen, und wir freuen uns schon wahnsinnig, dass es endlich losgeht.
Wie schon bei der letzten Tour um die Ostsee möchten wir euch wieder teilhaben lassen an den Höhen und Tiefen. Wie sagt meine Kollegin Silke: Das tägliche Sandmännchen geht wieder los.
Der Pate für die erste Tour steht auch schon fest. Vielen Dank Perry. Wenn du uns schon nicht begleiten kannst, bist du auf diese Weise bei uns.

Sonntag, 5. Juli 2020

Was hat unser Blog mit Corona zu tun?


Auch unsere seit langem geplante große Radtour ist vom Coronavirus befallen. Anstatt am Atlantik entlang bis zum Mittelmeer zu radeln, bleiben wir aus Sicherheitsgründen in Deutschland und werden ab Anfang August kleine und große Flüsse bereisen. Auch schön, dachten wir, aber sich ein viertel Jahr zu amüsieren in diesen Zeiten, schien uns nicht richtig. Deshalb möchten wir das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden.
Mit unserer Tour wollen wir eine coronabetroffene kulturelle Einrichtung in Magdeburg unterstützen, um die Einnahmeausfälle etwas zu reduzieren und beim Überleben zu helfen. Unsere Wahl fiel auf das „Oli“ in Stadtfeld (www.oli-kino.de), in dem auch wir schon in der Vergangenheit viele schöne Stunden verbracht haben. Oli-Chefin Ines Möhring ist begeistert von unserem Vorschlag und hofft, dass wir mit unserem Blog viele Menschen erreichen. 
Wir stellen uns die Spendenaktion so vor, dass sich für jede Tagestour ein Pate findet, der dann am Ende der Tagestour einen bestimmten Betrag spendet. Dabei schlagen wir einen Grundbetrag von 10,- Euro zuzüglich 10 Cent pro gefahrenem Kilometer vor. Erfahrungsgemäß legen wir an einem Tag zwischen 50 und 80 Kilometer zurück, so dass der Betrag unter 20,- Euro bleiben wird. Wer mehr spenden möchte, kann das natürlich gern tun. Der potentielle Pate sollte sich immer am Vortag per Kommentar in unserem Blog anmelden. Wir würden dann am nächsten Abend die gefahrenen Kilometer bekannt geben, so dass einer Spende auf das Konto von Birgit Glistau mit der IBAN DE32502205000011053071 nichts im Wege steht. Die Spender sollten bei der Überweisung ihren Vor- und Nachnamen und das Kennwort „Oli“ angeben. Unser Ziel sind mindestens 500,- Euro, denn in diesem Fall hat Ines Möhring versprochen, einen Abend für alle Spender im Oli zu organisieren, bei dem wir dann auch einen kleinen Reisebericht vortragen werden. Wir freuen uns auf eure Unterstützung und Kommentare!


Sonntag, 24. Mai 2020

Der Blog zur Coronaradtour 2020 ist eröffnet


Da freut man sich monatelang, plant eine abwechslungsreiche Radtour über einige tausend Kilometer an Nordsee, Atlantik und Mittelmeer, und dann kommt ein Winzling namens Corona-Virus und macht alles zunichte.
Was nun? Wochenlang überlegen wir nun schon hin und her: Tour absagen oder eine andere Route im eigenen Land planen? Wir haben uns entschieden. Warum nicht verschiedene Flussrouten in Deutschland abfahren? Auch dabei können wir sicher viel Neues entdecken, Spannendes erleben und nette Menschen kennenlernen.
Gesagt, getan, Anfang August geht es zunächst mit dem Saaleradweg los. Wie es weitergeht könnt ihr wieder wie vor 3 Jahren beim Ostseeradweg verfolgen, denn es gibt auch diesmal einen Blog. Und wir würden uns freuen, wenn ihr uns begleitet, fleißig Kommentare schreibt und uns nicht allein radeln lasst. Drückt uns die Daumen, dass unsere Abenteuerreise auch wirklich stattfinden kann (für Insider: natürlich wieder mit dem Zelt für alle Fälle)!